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Die Leistenbruch Operation
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Gute Medizin kommt von Wissen, Erfahrung und Zeit

Die Ambulante Leistenbruch Operation

Dr. med. Achim Wolmershäuser
Facharzt für Allgemeinchirurgie und Visceralchirurgie
Schwerpunkt minimalinvasive Leistenbruch Chirurgie

Was ist ein Leistenbruch ?

Ein Leistenbruch ist eine sackartige Ausstülpung des Bauchfells durch eine Lücke in der
Bauchdecke. Dabei treten Eingeweideteile wie Fettgewebe oder Darmanteile durch die Bruchlücke aus dem Bauchraum aus. Ist ein solcher Bruch, der sich durch eine Vorwölbung im Bereich der Leiste bemerkbar macht, erst einmal entstanden heilt dieser nicht mehr aus, sondern wird aller Wahrscheinlichkeit nach größer werden und zunehmend Beschwerden wie Schmerzen hervorrufen. Komplikationen wie Einklemmung des Bruches mit der Gefahr des Gewebsuntergang sind ebenso möglich. Aus diesem Grunde sollte jeder Leistenbruch operiert werden. Dies ist heutzutage dank modernster Technik ambulant möglich.

Operationsverfahren minimalinvasive Leistenbruch Chirurgie:

Bei der endoskopischen Versorgung eines Leistenbruches bekommen die Patienten jeweils nur zwei bzw. drei kleine Hautschnitte von bis zu 0,8 cm Länge. Durch diese werden nach Auffüllung des Praeperitonealen bzw. Bauchraums mit CO2-Gas eine Optik, sowie durch weitere Trokare Arbeitsinstrumente eingeführt. Eine Videokamera, die außerhalb des Bauchraumes auf die Optik gesetzt wird, gibt uns eine besonders gute Übersicht des Operationssitus auf dem Monitor. Nun werden von innen im Bereich der Leistenregion die Bauchdeckenlücken dargestellt, bei der Frau das Mutterband und beim Mann die Samenstranggebilde freipräpariert. Auf die Bruchpforte selbst wird dann ein entsprechend großes Polypropylen Netz aufgebracht, das durch einen Arbeitstrokar in den Bauchraum gegeben wurde. Eine Fixierung des Netzes mittels Naht oder Klipp ist nicht notwendig und schließt somit eine Organverletzung aus. Damit ist die Bauchdeckenlücke in der Leistenregion versorgt, der Leistenbruch ist dauerhaft behoben. Das Auftreten eines Rezidives ist nach dieser Methode kaum zu erwarten. Besonders erwähnenswert erscheint mir, daß diese Operationsmethode den Patienten empfohlen werden sollte, die bereits einmal oder häufiger an einem Leistenbruch vergeblich operiert worden sind.

Vorzüge der laparoskopischen Operation:

Keine auffallenden Narben im Leistenbereich
Keine oder nur geringe Schmerzen nach der Operation
Nach Beendigung der Operation besteht volle Belastbarkeit (Heben von Lasten, Sport ...)
Verkürzte ärztliche Behandlungsnotwendigkeit
Deutlich verkürzte operationsbedingte Arbeitsunfähigkeit

Haben Sie noch Fragen? Rufen Sie uns an: 0211 666006

Operationsmethoden:

Minimalinvasive endoskopische Leistenbruch Operationsverfahren:
TEP (Transextrperitonealer Bruchpfortenverschluß) auch Sandwich-Operation (minimal-invasive Methode) genannt:

Bei diesem Operationsverfahren wird ein natürlich vorhandener, feiner Gewebespalt zwischen Bauchwand und Bauchfell genutzt ohne das Peritoneum mit dem Bruchsack und den darin befindlichen Bauchorganen zu eröffnen.

In diesen Gewebsspalt wird eine Optik eingebracht die mit einer Videokamera außerhalb des Bauchraumes verbunden ist.

Zusätzlich wird noch ein endoskopisches Arbeitsgerät im Situs plaziert und damit der Leistenbruch aufgesucht.

Nach präparation der Bruchlücke wird dann ein Polypropylen Netz eingebracht und vor der Bruchlücke anatomisch gerecht plaziert.

Eine Fixierung des Netzes mittels Naht oder Klipp ist nicht notwendig und schließt somit eine Organverletzung aus.

Organverletzungen durch Metallklammern und Nähte sind ausgeschlossen da das Netz nicht fixiert werden muß sondern vom Körper direkt angenommen wird und mit der Umgebung verklebt.

Damit ist die Bauchdeckenlücke in der Leistenregion versorgt, der Leistenbruch ist dauerhaft behoben.

Nach Beendigung der Operation besteht sofort wieder volle Belastbarkeit.



Haben Sie noch Fragen? Rufen Sie uns an: 0211 666006


Hernienreparationen mit Netzprothesen-Habilitationsschrift



Offene Leistenbruch Operationsverfahren:

Ursachen des Leistenbruchs

Meistens liegt eine angeborene Bindegewebsschwäche vor, die die Entstehung des Leistenbruchs begünstigt. Unter einer Fehlbelastung oder Überlastung (Husten, Niessen, schweres Heben und ähnliche Belastungen) kann das Bindegewebe aufreißen oder aufbrechen. Anatomisch bedingt sind Männer neunmal häufiger betroffen als Frauen.

Was ist ein Leistenbruch?

Durch diese lochähnliche Schwachstelle können sich dann Fett und Darmteile vorwölben (Bruchsack). Dieses wird vom Patienten oft erst als kleine Beule in der Leiste bemerkt. Häufig treten dann bei körperlicher Anstrengung ziehende Schmerzen auf.

Wie gefährlich ist ein Leistenbruch?

Wenn die Vorwölbung des Bruchsackes stark schmerzt und im Liegen nicht wieder auf leichten Druck zurückgeht, können Darmteile eingeklemmt sein. Durch die dann gestörte Durchblutung können die Darmanteile absterben (Nekrose). Es besteht akute Lebensgefahr, die nur durch eine sofortige Notoperation abgewendet werden kann. Solche bedrohlichen Situationen können durch einen frühzeitigen, oft sehr kleinen Eingriff verhindert werden.

Ist ein Leistenbruch immer schmerzhaft?

Nur wenn Nerven oder Darmteile eingeklemmt sind ist die Vorwölbung schmerzhaft.

Andere Ursachen für Leistenschmerzen.

Veränderungen der Ledenwirbelsäule ( zum Beispiel: Ischias, „Hexenschuß“) oder des Beckens (zum Beispiel: Dickdarm, Harnleiter, Hoden, Nebenhoden )


Behandlungsmethoden:

Bruchband

Durch das Bruchband wird die Ursache des Leistenbruchs nicht behoben. Oftmals trägt es sich im Alltag unbequem und kann zu mechanischen Hautveränderungen führen.

Unsere Operationsmethoden:

Nahtmethode
Die Shouldice-Technik

Durch ca. 5 cm Leistenschnitt mit Versorgung der Bruchlücke (Stabiliesierung der Hinterwand des Leistenkanals) durch zweifache Dopplungsnaht von Fascia transversalis und internus muskulatur ans untere Leistenband.

Netzmethode
Die Lichtenstein-Technik

Durch ca. 5 cm Leistenschnitt mit Versorgung der Bruchlücke (Stabilisierung der Hinterwand des Leistenkanals) durch spannungsfreies Überdecken der Bruchpforte mit einem teilresorbierbaren Netz (VYPRO 2) die mögliche Alternative zur Endoskopischen Leistenbruch-Operation.

Dr. med. Heinz Steinfort
Facharzt für Chirurgie
Operateur im AOZ-Düsseldorf

Haben Sie noch Fragen? Rufen Sie uns an: 0211 666006


Hernienchirurgie: Shouldice

Der Leistenbruch

Ein Leistenbruch, auch als Leistenhernie bekannt, kann leider nicht wie ein Armbruch mit Gips versorgt werden. Das liegt daran, daß es sich um keinen Bruch im herkömmlichen Sinne handelt.

Was heißt eigentlich Leistenbruch?

Die Wand der Bauchhöhle ist nicht überall gleich stabil. Einige Stellen sind wiederstandsfähiger als andere. Eine besonders schwache Stelle befindet sich im Bereich des Leistenkanals. Das liegt daran, daß die Hoden irgendwann einmal an der Rückseite der Bauchwand entstanden sind. Auf ihrem Weg zu der Stelle, wo sie sich im späteren Leben befinden und wo wir zu suchen anfangen würden, wenn wir sie finden wollten, wandern sie durch die Bauchwand. Auf ihren Weg hinterlassen sie den Leistenkanal. Wenn sich dieser nicht richtig verschließt oder zu schwaches Bindegewebe dem Druck von Innen nachgiebt, kann es passieren, das Baucheingeweide in dieses Loch geraten. Das nennt man dann Leistenbruch.

Weil Frauen bekanntlicherweise keine Hoden besitzen und diese folglich auch nicht wandern müßen sind Leistenhernien bei ihnen sehr viel seltener. Doch auch Frauen haben Schwachstellen in der Bauchwand, Operationsnarben zählen dazu. Dort können ebenfalls Brüche entstehen.

Was ist so gefährlich?

Wenn sich zum Beispiel eine Darmschlinge in dem sog. Bruchsack eingeklemmt, kommt es zu einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung. Auch kann es passieren, daß die Leistenhernie die Blutzufuhr zu Hoden blockiert, da ja die Blutzufuhr auch über den Leistenkanal erfolgen muß.

Der Bruchsack ist oft gut unter der Haut tastbar. Der Inhalt läßt sich meistens für eine kurze Zeit zurückdrängen. Das ist aber noch keine Therapie. Die Lücke in der Bauchwand muß operativ verschlossen werden um gefährliche Komplikationen zu verhindern.

Wie kann der Bruch therapiert werden?

Wie bereits oben beschrieben handelt es sich bei einem Leistenbruch um ein "Loch" in der Bauchwand. Meistens ist es möglich dieses "Loch" von einem kleinen Leistenschnitt aus zu verschließen. Dabei wird das Loch entweder direkt zugenäht oder zusätzlich mit einer Art Flicken versehen.

Auch diese Operation kann sehr oft ambulant in einer leichten Form der Vollnarkose erfolgen. Das heißt, Sie können selbst in den Operationssaal laufen und sind wenige Stunden später wieder zu Hause. Wenige Tage später ist es Ihnen auch wieder möglich zur Arbeit zu gehen.



Dr. med. Iris Reiter
Fachärztin für Chirurgie - Gefäßchirurgie - Phlebologie
Operateurin im AOZ - Düsseldorf

Haben Sie noch Fragen? Rufen Sie uns an: 0211 666006









Weiter Informationen über den Leistenbuch erhalten Sie bei folgenden Internet Links:

Wikipedia-Leistenbruch - Hernia inguinalis
wikipedia-hernie
wikipedia-minimalinvasie-verfahren
wikipedia-shouldice
wikipedia-lichtenstein
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Leistenbruch (lat. Hernia inguinalis)

ist neben dem Nabel-, Schenkel- und Narbenbruch die häufigste Hernie. Er tritt bei Männern und Frauen aller Altersgruppen im Verhältnis Männer : Frauen = 9:1 auf. Im Kindesalter tritt er bei 1-3 % aller Kinder, bei Frühgeborenen bei etwa 5 % auf. Die Behandlung erfolgt ausschließlich chirurgisch. Ein Bruch sollte immer rechtzeitig operiert werden, da die Gefahr einer Einklemmung mit Absterben von Darmteilen besteht. Sterben z. B. Darmteile ab, führt dies unweigerlich zu einer lebensgefährlichen Situation. Auch bei anderen Säugetieren treten vorwiegend bei männlichen Individuen Leistenbrüche auf, vor allem nach offenen Kastrationen.

Inhaltsverzeichnis
1 Anatomie
2 Symptome und ihre Ursachen
3 Behandlung
3.1 Offene Verfahren
3.2 Minimalinvasive Verfahren
3.3 Vor- und Nachteile der Verfahren
4 Weblinks
5 Quellen


Anatomie
Die Bauchdecke zeigt folgenden Aufbau (von innen nach außen):
Peritoneum
innere Rumpffaszie
Muskeln
äußere Rumpffaszie
Unterhautfettgewebe
Haut

Der Leistenkanal
ist eine anatomisch vorgegebene Öffnung und damit eine Schwachstelle in der muskulösen Bauchdecke. Er führt bei männlichen Individuen in den Hodensack (Skrotum). Organe der Bauchhöhle können sich durch diesen Kanal hindurchdrängen. Treten sie bis in den Hodensack, spricht man auch von einem Hodensackbruch (Hernia scrotalis), der eine Sonderform des Leistenbruchs ist.


Symptome und ihre Ursachen
Im Kindesalter entsteht der Leistenbruch fast immer durch einen Verbindungskanal, den Processus vaginalis, der vorgeburtlich immer vorhanden ist und eine Verbindung zwischen Bauchraum und Leiste darstellt. Zur Geburt verschließt sich dieser Kanal üblicherweise. Bleibt dieser Verschluss aus, kann es im Verlauf zum Eindringen von Bauchorganen in den Kanal kommen, dies nennt man dann Leistenbruch.

Im Erwachsenenalter kann neben einer Veranlagung im Sinne einer Bauchwandschwäche oder zu weitem Leistenkanal, eine Erhöhung des Bauchinnendrucks z. B. durch körperliche Schwerarbeit, chronisches Husten, starkes Pressen bei chronischer Verstopfung etc. die Bildung eines Bruches auslösen. Daneben treten Brüche oft auch bei Frauen in der Schwangerschaft auf.

Die Symptome für einen Leistenbruch können sein:

im Kindesalter: meist schmerzlose Schwellung in der Leiste, die oft zufällig beim Wickeln oder der Körperpflege entdeckt wird.

anfangs nur zerrende Schmerzen im Leistenbereich, die erst einige Stunden nach dem Aufstehen auftreten und sich im Lauf des Tages verschlimmern;

bei oder nach starker Anstrengung plötzlich auftretende Schmerzen, meist mit Schwellung im Leistenbereich. Dies fühlt sich wie eine Beule unter der Haut an. Oft kann man die Beule einfach wieder wegdrücken. Bei Männern kann er auch als eine Schwellung oder Vergrößerung des Hodensacks deutlich werden.

Brüche
sind vor allem dann gefährlich, wenn die Organe des Bauchraums – wie zum Beispiel der Darm – im Bruch eingeklemmt bleiben. Wenn der Bruch rechtzeitig erkannt wird, lässt er sich unter Umständen reponieren. Durch die Einklemmung schwillt der eingeklemmte Darm an und schnürt sich dadurch von der Blutzufuhr ab. Der Bruch lässt sich dann nicht mehr wegdrücken. Dies wird als Strangulation bezeichnet und kann zum Absterben (Nekrose) des eingeklemmten Organteils führen. Zudem kann es dadurch zu einem Ileus (Darmverschluss) kommen. Beide Situationen sind lebensgefährlich und erfordern eine sofortige Operation. Unter Umständen ist dann eine Darmteilentfernung (Resektion) notwendig.

Brüche neigen dazu, mit der Zeit immer größer zu werden.

Behandlung Der operative Verschluss ist die einzige Möglichkeit, um Einklemmungen von Organen und damit schwerwiegende bis lebensbedrohliche Folgen zu vermeiden.

Es werden grundsätzlich offene oder auch konventionelle Operationsverfahren von minimalinvasiven Verfahren („Schlüssellochmethode“) unterschieden.

Offene Verfahren

Die offenen Verfahren gehen vor allem auf Eduardo Bassini (1890) zurück, dessen Prinzip darin besteht mittels einer bestimmten Nahttechnik die Bruchpforte zu verschließen und vor allem die Leistenkanalhinterwand zu verstärken. Erst etwa einhundert Jahre später wurde diese Technik durch das Verfahren nach Shouldice verdrängt, das demselben Prinzip folgt, aber eine modifizierte Nahttechnik anwendet und auch heute noch besonders bei kleinen Bruchpforten und jungen Patienten seine Indikation hat. Weit verbreitet ist heute jedoch auch die offene Implantation von Kunststoffnetzen, die aus resorbierbaren und nicht-resorbierbaren Komponenten bestehen können und meist in der Technik nach Lichtenstein eingebracht werden.

Im Kindesalter wird der Bruchsack in der Leiste aufgesucht, der Inhalt - sofern vorhanden - in den Bauchraum zurückgeschoben, der Bruchsack dann durchtrennt und verschlossen. Fremdmaterial wird nicht eingebracht.

Minimalinvasive Verfahren

Bei minimalinvasiven Techniken wird die Bruchpforte immer mit einem Netz verschlossen. Hier werden wiederum zwei Verfahren unterschieden:

TAPP-Technik

Zum einen kann in der so genannten TAPP-Technik das Netz laparoskopisch – d. h. über eine Bauchspiegelung vom Bauchraum aus – über der Bruchpforte platziert werden. Hierbei ist das Eingehen in die Bauchhöhle erforderlich, das Bauchfell muss aufgeschnitten und am Ende der Operation wieder zugenäht werden. Die Netzfixation erfolgt mit Metallclips.

TEP-Technik

Bei der TEP-Technik wird das Netz ebenfalls über minimalinvasive Zugänge über aufgedehnte Schichten der Bauchdecke auf die Bruchpforte gebracht. Hierbei wird das Netz nur über eine Bauchdeckenspiegelung zwischen Bauchfell und Muskulatur ohne Schnitte, ohne Nähte und ohne Metallclips eingebracht.

Im Kindesalter wird bei den minimalinvasiven Verfahren kein Fremdmaterial (Netz) in die Leiste eingebracht. Es wird die mittels Bauchspiegelung sichtbare Bruchpforte mittels Naht verschlossen.

Vor- und Nachteile der Verfahren Jedes der genannten Verfahren hat seine Stärken und Schwächen. Grundsätzlich kann man nicht sagen, dass eine der Techniken das prinzipiell überlegene oder sicherere Verfahren ist. Die Verfahren, die die Bruchlücke mit einem Netz überdecken (sowohl offene als auch geschlossene), werden als „spannungsfreie“ Verfahren bezeichnet und sollen sofort belastbar sein und bei größeren Bruchpforten eine niedrigere Rezidivrate haben als die Methode nach Shouldice. Netzimplantate führen je nach Material zu gewünschten oder aber auch zu unerwünschten Vernarbungen, die wiederum Neuralgie (Nervenschmerzen) zur Folge haben können. Minimalinvasive Techniken werden zumeist in der frühen Erholungsphase von den Patienten als schmerzärmer empfunden und sind deshalb besonders bei beidseitiger Operation in einer Sitzung indiziert. In der Spätphase werden jedoch gelegentlich schwer behandelbar Schmerzzustände beobachtet, die möglicherweise auf Metallclips zurückzuführen sind, mit denen das Netz vor allem bei der TAPP-Technik gegen Verrutschen fixiert werden. Bei der TEP-Technik kommen keine Metallclips zur Anwendung, weswegen hier von keinen dauerhaften Schmerzzuständen berichtet wird. Eine weitere gute Indikation zur Anwendung minimalinvasiver Techniken ist die Operation von Rezidivhernien, d. h. von Leistenbrüchen, die früher schon einmal offen operiert worden sind, jetzt jedoch wieder aufgetreten sind. Offene Verfahren können zumeist in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Narkoserisiken können hierdurch vermieden werden, wobei eine Vollnarkose beim Gesunden, nicht Risikopatienten heutzutage kein Problem mehr darstellt. Auch sind die offenen Techniken besonders für ambulante Operationen geeignet. Aber auch minimalinvasive Operationen werden in routinierter Technik zunehmend ambulant durchgeführt. Die TAPP-Technik ist neben dem üblichen Risikoprofil auch durch Operationsrisiken gekennzeichnet, die durch Verletzungen von Bauchorganen (Darm, Harnblase oder großen Blutgefäßen) bestimmt werden. Die Verfahrenswahl sollte stets individuell erfolgen.
Wikipedia
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wikipedia-hernie-Leistenbruch-wikipedia
Hernie-wikipedia
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Eine Hernie

(lat. fem. hernia von griechisch hernios „Knospe“) ist der Austritt von Eingeweiden aus der Bauchhöhle durch eine angeborene oder erworbene Öffnung. Ihr deutscher Name Eingeweidebruch verwendet die Nebenbedeutung von Bruch als Riss.

Inhaltsverzeichnis
1 Merkmale
2 Bruch"zufälle"
3 Therapieoptionen
4 Symptome
5 Arten
5.1 Innere Hernien
5.1.1 Zwerchfellhernie
5.1.2 Treitz-Hernie
5.2 Äußere Hernien
5.2.1 Leistenhernie
5.2.2 Schenkelhernie
5.2.3 Nabelschnurbruch
5.2.4 Nabelbruch
5.2.5 Hernia obturatoria
5.2.6 Epigastrische Hernie
5.2.7 Spieghel'sche Hernie
5.2.8 Narbenhernie
5.2.9 Rectusdiastase
6 Operationsverfahren
6.1 „Offene“ Operation mittels Bauchschnitt
6.2 „Geschlossene“ Operation mittels Bauchspiegelung
7 Nachsorge

Merkmale Drei Merkmale weist jeder Eingeweidebruch auf:

Bruchpforte

Eine Voraussetzung für die Entstehung einer Hernie ist eine Schwachstelle in der Wandung der Bauchhöhle. Meist ist diese bereits in der Embryonalentwicklung angelegt, sie kann aber auch später entstehen, beispielsweise durch eine Narbe nach einer Bauchoperation.

Durch den stetigen intraabdominellen Druck und eine leichte Überforderung (Hustenstoß) können die tragenden Bauchwandschichten soweit auseinander weichen, dass eine beutelartige Vorwölbung der restlichen Bauchwandschichten, der

Bruchsack

resultiert. Dessen innere Auskleidung besteht im Regelfall aus gleitendem Bauchfell (Peritoneum) und der inneren Faszie Fascia transversalis, seine äußerste aus Haut. Er beinhaltet einen

Bruchinhalt

Aufgrund entzündlicher Reaktionen kann ein Bruch Bruchwasser enthalten, aber auch temporär leer sein. Häufig aber enthält er einen Zipfel des großen Netzes oder gar eine Dünndarmschlinge. Auch frei bewegliche Organe wie Eierstock, Wandanteile der Harnblase oder des Dickdarms können enthalten sein. Bei einem Zwerchfellbruch ist es häufig der Magen, der durch einen Schlitz in den Brustkorb gleitet.

Auch Organe (Magen, Dickdarm, Blase), die nur teilweise innerhalb der mit Bauchfell ausgekleideten Bauchhöhle gelegen sind, so genannte retro- oder extraperitoneale Organe, können durch eine Bruchpforte gleiten und nehmen dann eine ihnen außen anliegende Bauchfelltasche als Bruchsack mit. Diese Hernien werden Gleitbrüche genannt.

Mangelernährung, Kachexie bei Tumorerkrankung und Aszites bewirken ebenfalls eine Bauchdrucksteigerung und Bauchwandschwächung und begünstigen so die Entstehung von Bauchwandbrüchen, die dann als symptomatische Hernien bezeichnet werden.

Frische Hernien

sind meist reponibel (von lat. reponere = wiederherstellen), d. h. durch sanften Druck von außen kann der Inhalt wieder in die Bauchhöhle zurückgeführt werden. Dieses Manöver wird Taxis genannt und kann bei unkritischer Anwendung und fehlender nachfolgender Überwachung Komplikationen verschleiern.


Bruch"zufälle" In der klassischen deutschen chirurgischen Literatur wurden so die Komplikationen bei Eingeweidebrüchen bezeichnet.

Einige Hernien sind durch entzündliche Verwachsungen irreponibel, d.h. nicht mehr reponibel und können intermittierend Schmerzen verursachen.

Anstauung von Darminhalt in den ausgetretenen Darmschlingen bewirkt eine kotige Einklemmung mit folgender Darmwandschädigung. Noch gefürchteter aber ist das Abklemmen der Blutversorgung der Darmschlingen, Inkarzeration genannt.

Die letzten beiden Komplikationen sind hochschmerzhaft und bedürfen einer operativen Therapie innerhalb von 6 Stunden.


Therapieoptionen
Historisch ist die Behandlung der Leistenhernie mit einem Bruchband. Aber da nur eine Operation einen bleibenden Erfolg sichert, ist sie heute die Regel. Für die chirurgische Versorgung stehen verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung. Wegen der Gefahr einer lebensbedrohenden Inkarzeration (s.o.) besteht besonders bei kleinen Brüchen eine Indikation zur frühzeitigen Bruchoperation. Eine bekannte Op-Methode ist die nach Shouldice. Hierbei wird die Fascia transversalis (auch unter örtlicher Betäubung möglich) "gedoppelt" und erhält so mehr Stabilität.


Symptome Eine Hernie kann je nach Lokalisation durch eine Schwellung auffallen oder unbemerkt bleiben. Dabei können auch Schmerzen auftreten. Bei äußeren Hernien kann ein erhöhter intraabdomineller Druck, z. B. durch Husten oder Bauchpresse, die Hernie hervortreten lassen.


Arten Es werden nach dem Ort ihres Auftretens innere und äußere Hernien unterschieden. Ist die Hernie von außen zu erkennen, oder führt die Bruchpforte vom Körperinneren in Richtung Haut, spricht man von einer äußeren Hernie. Liegt die Hernie innerhalb des Rumpfes (z. B. vom Bauch in den Brustkorb gerichtet), dann ist sie ohne Hilfsmittel nicht zu entdecken. Man spricht dann von einer inneren Hernie.


Innere Hernien

Zwerchfellhernie Beim Zwerchfellbruch (lat. Hernia diaphragmatica) gelangen Teile des Magens oder Dünndarms in die Brusthöhle.

Die angeborene Form (engl. Congenital diaphragmatic hernia, Abk. CDH) wird zumeist durch unvollständige Zwerchfellausbildung verursacht.

Im Erwachsenenalter hingegen begünstigt eine anatomische Schwachstelle im Zwerchfell, der schlitzförmige Durchtritt der Speiseröhre, Hiatus esophageus genannt, eine Hiatushernie. Es gibt zwei Arten: Gleitet der Magen teilweise unter Mitnahme einer Bauchfellduplikatur hoch in die Brusthöhle, handelt es sich um einen Ösophagusgleitbruch. Gelangt hingegen eine Dünndarmschlinge neben der Speiseröhre in den Thorax, ist es eine Paraösophagealhernie. Eine Sonderform ist der völlige Umschlag der Magens in den Brustkorb, also ganz über das Zwerchfell. Er wird upside down stomach (engl.) genannt.

Die Zwerchfellhernie selbst verursacht selten Schmerzen hinter dem Brustbein. Häufig aber sind Sodbrennen, nächtlich brennende Schmerzen in der Speiseröhre. Es wird von Refluxkrankheit oder dem Trend folgend von gastroesophageal reflux disease (GERD) gesprochen.

Zu größeren Komplikationen führt eine Zwerchfellhernie beim Säugling, wenn sie bereits im Mutterleib entsteht. Häufig entsteht dieser Defekt während der Zwerchfellausbildung in der 8. - 10. Schwangerschaftswoche und tritt bei ca. 3-4 von 10000 Geburten auf. Über 90 % der angeborenen Zwerchfellhernien sind linksseitig, wobei hauptsächlich der Magen nach oben gleitet. Bei der selteneren rechtsseitigen Form ist häufig die Leber betroffen. Die in die Brusthöhle eingedrungenen Baucheingeweide können die Entwicklung der Lunge behindern. Der Defekt kann bereits während der Schwangerschaft mittels Ultraschall diagnostiziert werden. Zur weiteren und noch genaueren Abklärung besteht in manchen Zentren die Möglichkeit eine fetale Magnetresonanztomographie Untersuchung durchzuführen. In den meisten Fällen ist nach der Geburt eine Korrektur-Operation notwendig, in der die verlagerten Organe wieder zurückverlegt und die Zwerchfellhernie geschlossen wird. Die Überlebenschancen von Feten mit rechtsseitigen Hernien sind deutlich schlechter als von Feten mit linksseitigen Hernien. In ganz bestimmten Fällen (jene mit besonders schlechter Prognose) wird in darauf spezialisierten Zentren versucht, das Lungenwachstum des Feten mittels einer Operation während der Schwangerschaft zu beschleunigen. Auch die postnatale Therapie erfordert viel Erfahrung in einem geübten interdisziplinären Team aus Neonatologie und Kinderchirurgie. Bei drohendem Lungenversagen kann der Einsatz von ECMO (Extracorporale Membranoxygenierung) hilfreich sein um ein Überleben zu ermöglichen.


Treitz-Hernie

Bei dieser Art gelangen Darmanteile zwischen Zwölffingerdarm und hinterer Rumpfwand in einen Bereich hinter der eigentlichen Bauchhöhle (Retroperitonealraum).

Äußere Hernien

Leistenhernie
Die Leistenhernie (lat. Hernia inguinalis}

ist die häufigste Form der Hernie (80 %). Sie treten über dem Leistenband an einer anatomisch vorgegeben Stelle, dem äußeren Leistenring in Erscheinung. Man unterscheidet die

direkten Leistenhernie

(lat. Hernia inguinalis directa aut medialis). Hier tritt der Bruch durch eine Schwachstelle der inneren Bauchwandschicht, der Fossa inguinalis medialis, die sich auf den äußeren Leistenring projiziert, aus. Diese Bruchform, wie auch die folgende, tritt äußerlich am äußeren Leistenring (Anulus inguinalis superficialis) aus. Aber da keine begünstigende embryonale Struktur als Leitschiene existiert, ist diese Form nur selten angeboren.

indirekte Leistenhernie

(lat. Hernia inguinalis indirecta aut lateralis). Sie tritt am inneren Leistenring in die Bauchwand ein, verläuft beim Mann im Samenstrang und begleitet den Samenleiter und tritt ebenso wie der vorhergenannte Bruch am äußeren Leistenring an die Körperoberfläche. Bei der Frau verläuft im Leistenkanal nur das Mutterband. Da dieses niemals eine solche Dimensionen wie der Samenstrang aufweist, ist die laterale Leistenhernie beim weiblichen Geschlecht selten, aber auch die mediale Form kommt bei der Frau nicht häufig vor.

Schenkelhernie

Schenkelhernien kommen bei älteren Frauen häufiger vor. Sie machen 95 % der Hernien bei Frauen aus. Sie kommen nach einer Leistenhernien-Operation nach Shouldice oder Bassini natürlich auch bei Männern vor (2-3 %). Die Schenkelhernie tritt unterhalb des Leistenbandes durch die Lacuna vasorum aus. Die Schenkelhernien sind schmerzhafter als die Leistenhernien und klemmen häufig ein. Schenkelhernien sind im Allgemeinen nicht reponibel. In ihnen ist oft nur das Omentum majus und nicht der Darm eingeklemmt. Aber auch mobile Eierstöcke kommen vor. Bei jeder unterhalb des Leistenbandes tastbaren Schwellung sollte eine Schenkelhernie ausgeschlossen werden.

Als Differentialdiagnose kommen geschwollene Lymphknoten in Frage.


Nabelschnurbruch Bei einer Omphalocele ist durch eine Bauchwandfehlbildung die Nabelschnur sackartig aufgebläht und Bauchorgane treten durch den Nabel hervor.


Nabelbruch

Ein großer Nabelbruch (hernia umbilicalis)Nabelhernien (lat. Hernia umbilicalis et paraumbilicalis) treten häufig direkt nach der Geburt im Säuglingsalter auf. Ursache ist die noch nicht vollends ausgebildete Bauchwand im Bereich des Bauchnabels. Diese Säuglingsnabelbrüche haben in der Regel keine Einklemmungstendenz und werden daher mit Bandagierung behandelt. In seltenen Fällen, wenn z. B. durch starkes Schreien des Säuglings die Hernie nicht sofort in die Bauchhöhle zurück gleiten will, kann der Arzt Beruhigungsmittel verabreichen und damit durch die Entspannung des Kindes ein Zurückgleiten des Bruches (Reposition) erreichen.

Beim Erwachsenen sind relativ häufig Nabelhernien zu beobachten. Oft haben die Betroffenen keine subjektiven Beschwerden und haben sich auch mit dem vorgewölbten Aussehen des Nabels arrangiert. Bei Nabelbrüchen mit kleiner Bruchpforte kann eine Einklemmung von Bauchorganen auftreten und erhebliche Beschwerden verursachen. Am häufigsten wird das große Netz vorgefunden. Besonders bei kleinen Hernien ist Inkarzeration (s. o.) gefürchtet.

Zur chirurgischen Versorgung von Nabelhernien existieren viele Techniken. Die Auswahl der „richtigen“ OP-Technik ist von der Größe der Hernie, der Aktivität des Patienten, dem allgemeinen Gesundheitszustand u. a. abhängig.

Hernia obturatoria

Eine Hernia obturatoria verläuft durch das Foramen obturatum (Hüftbeinloch), eine mit Bindegewebe verschlossene Durchtrittsstelle zwischen Becken und Oberschenkel. Diese Form der Hernie ist sehr selten und wird, da äußerlich nicht sichtbar, erst durch den Darmverschluss bei Einklemmung erkannt.

Epigastrische Hernie

Ein meist schmerzhafter Tastbefund in der Linea alba zwischen Xiphoid und Nabel. Der Tastbefund imponiert als schmerzhafte Fettgeschwulst”. (Epi=Vor, gastrisch=Magen)

Spieghel'sche Hernie

Hier handelt es sich um eine Hernie, die sich im Bereich des hinteren Blattes der Rectusscheide (Linea semilunaris) in die Bauchdecke hinein erstreckt. Auch sie ist selten und wird oft verkannt.

Narbenhernie

Bei der Narbenhernie (lat. Hernia cicatrica) bildet eine allschichtige Bauchwandnarbe durch ihre fehlenden Elastizität die Bruchpforte. Solche Narben sind nahezu ausschließlich Folgen früherer Laparotomien. Aufgrund von Verwachsungen ist die Präparation anspruchsvoll und der Langzeiterfolg einer Operation keineswegs sicher. Dennoch ist eine Operation immer anzustreben, da eine Größenzunahme der Hernie mit der Zeit die Chance einer Heilung immer weiter verschlechtert.

Fasziendopplungen nach Mayo oder eine Stoß-an-Stoß-Naht waren eine rezidivbehaftete Standardtherapie. Derzeit werden Kunststoffnetze zur Verstärkung eingesetzt, wobei häufig die Methoden nach der Lage des Netzes zu den tragenden Bauchwandschichten, zumeist englisch, benannt werden (Sublay-, Inlay-, Onlay-Plastik).


Rectusdiastase nennt man das Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskulatur (lat. Musculus rectus abdominis). Eine Operationsindikation besteht nur bei Beschwerden. Sie ist kein Bruch im klassischen Sinn.


Operationsverfahren

„Offene“ Operation mittels Bauchschnitt Der Bruchsack wird über einen Schnitt freigelegt und bis auf Ausnahmen eröffnet. Der Inhalt wird in die Bauchhöhle zurück verlagert, der Bruchsack bis zum Hals präpariert, gekürzt und verschlossen. Danach erfolgt der Verschluss der Bruchpforte durch:

Direkte Naht

Dieser Verschluss ist oft nur bei sehr kleinen Brüchen möglich

Fasziendopplung

Die Ränder derber Bauchwandschichten (Faszie) werden gedoppelt (s.o. Mayo-Op.), also überlappend vernäht, um eine größere Stabilität zu erreichen.

Dieses Prinzip verfolgt beim Leistenbruch auch die Operation nach Shouldice. Nach Reposition des Bruchsacks wird die Fascia transversalis überlappend vernäht. Die Rezidivrate ist mit 1 % als relativ gering einzustufen.

Stabilisierung des Bruchpfortenverschlusses durch Plastik

Bei größeren Brüchen verfestigt man die Naht durch Aufsteppen körpereigenen Gewebes (selten) oder mit Kunststoffnetzen. Es kommen sowohl nichtresorbierbare als auch resorbierbare, neuerdings sogar spezielle Hybridmaterialien zur Anwendung.

Die einzelnen Methoden unterscheiden sich auch darin, in welcher Schicht der Bauchwand das Netz eingepflanzt wird. So wird gerne bei der Leistenhernie die Methode nach Lichtenstein angewandt. Ein nicht resorbierbares Kunststoffnetz wird nach Reposition des Bruchsacks vor (auf) der Fascia transversalis fixiert. Die Rezidivrate ist ausgesprochen gering.

„Geschlossene“ Operation mittels Bauchspiegelung

Dieser Zugang durch die Bauchdecke hat sich auch in der Hernienchirurgie zunehmend etabliert. Zwar haben sich dadurch die Prinzipien der Operation nicht verändert, aber eine Bevorzugung der Netzeinlage zuungunsten der Fasziendopplung oder anderer Nahttechniken ist unverkennbar und methodisch begründet.



Nachsorge Die Ausheilung zu einer festen Narbe nimmt bis zu 3 Monate in Anspruch. Zug- und Druckbelastungen, die z. B. beim Heben schwerer Gegenstände, heftigem Husten oder durch abrupte Bewegungen entstehen, sollten möglichst vermieden werden. Je nach Größe des Bruches, sollten diese Belastungen bis zu 2 Jahren vermieden werden um den Behandlungserfolg zu sichern. Eventuelles Übergewicht sollte möglichst abgebaut werden.
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Technik nach Shouldice

Operationen in der Technik nach Shouldice (benannt nach dem Chirurgen Earle Shouldice) werden z.B. bei Leistenbruch vorgenommen. Diese schonende Methode ist seit Ende der 1980er Jahre gebräuchlich und löste das Verfahren nach Bassini ab. Die Operation kann unter örtlicher Betäubung erfolgen.

Inhaltsverzeichnis
1 Vorgehensweise
2 Zusammenfassung
3 Weblinks
4 Quelle

Vorgehensweise Die Fascia transversalis (bindegewebige Hülle der Skelettmuskeln zwischen dem Peritoneum parietale und der Bauchmuskulatur) wird gespalten und anschließend unter Doppelung wieder vernäht. Die Hinterwand des Leistenkanals besteht damit neu aus zwei Schichten der Fascia transversalis. In einer ersten Nahtreihe wird die kaudale Lefze der Fascia transversalis und die hintere Fläche des Musculus transversus (verläuft quer zur Körperachse) genäht, und zwar dort, wo dieser einen aponeurotischen Anteil, den sog. Arcus tendineus (weiße Linie) bildet. Die zweite Reihe wird so angelegt, dass die kraniale Lefze der fascia transversalis an den Ansatz des Leistenbandes pexiert wird. Häufig begnügt man sich mit diesen beiden Schritten der Doppelung der fascia transversalis. Die Originaltechnik nach Shouldice näht in einer 3.Reihe den Muskulus transversus an das Leistenband, in einer 4.Reihe Musculus obliquus internus (verläuft schräg zur Körperachse)an das Leistenband.

Zusammenfassung Nach Doppelung der Fascia transversalis (bindegewebige Hülle der Sklettmuskeln zwischen der Bauchhöhlenwand u. der Bauchmuskulatur) werden Muskulus transversus (verläuft quer zur Körperachse)und M.obliquus internus (verläuft schräg zur Körperachse) mittels einer vorlaufenden Naht ans Leistenband geheftet. Über dem Leistenband wird die Externusaponeurose (externe Sehnenplatte) verschlossen.
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Lichtenstein-Operation
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(Weitergeleitet von Lichtenstein-OP)

Die Lichtenstein-Operation

ist eine Methode zum Beheben eines Leistenbruchs.

Dazu wird ein Kunststoffnetz (zumeist aus Teflon oder Polypropylen) als Verstärkung der geschwächten Bauchdecken eingelegt.

Zuerst wird nach einem Hautschnitt der Bruchsack dargestellt, eröffnet und der Darm inspiziert, weil eine Resektion nötig sein kann, falls er, während er eingeklemmt war, Schaden genommen hat. Ansonsten wird er in die Bauchhöhle zurück verlagert.

Sodann wird der Bruchsack selbst reseziert und die Öffnung verschlossen.

Sollte die Bauchwand zu schwach sein und Bruch-Rezidive zu erwarten sein, wird die Bruchpforte mit lokalen Bauchwandduplikaturen oder durch die Einlage von Kunststoffnetzen verstärkt.

Das Besondere bei der Lichtenstein-OP ist der Einbringungsort eines Kunststoffnetzes zwischen inneren und äußeren Bauchmuskel bzw. Faszie, im Gegensatz zur Stoppa-OP, bei der das Netz zwischen Peritoneum und innerer Bauchdecke zu liegen kommt.

Diese intermuskuläre Lage ermöglicht eine technisch einfachere Entfernung bei Abstoßung oder Entzündung .

Das Einbringen von Kunststoff-Grafts in den menschlichen Organismus sollte wohl überlegt sein. Risiko und Nutzen sind abzuwägen.

Pro:
kürzere Operation gegenüber anderen Plastiken
frühere Belastbarkeit
stabile Versorgung der Bauchdecken

Kontra:
Fremdkörper im Leib
Risiko: Verrutschen des Kunststoffnetzes
Risiko: Abstoßungsreaktion, die ein unübersichtliches Operationsfeld für eine Reoperation hinterlässt.
Risiko: Infektion des Netzes, wodurch es schlimmstenfalls zur Nekrose der ganzen Bauchdecke kommen kann
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Drei Merkmale weist jeder Eingeweidebruch auf:

Bruchpforte

Eine Voraussetzung für die Entstehung einer Hernie ist eine Schwachstelle in der Wandung der Bauchhöhle. Meist ist diese bereits in der Embryonalentwicklung angelegt, sie kann aber auch später entstehen, beispielsweise durch eine Narbe nach einer Bauchoperation.

Durch den stetigen intraabdominellen Druck und eine leichte Überforderung (Hustenstoß) können die tragenden Bauchwandschichten soweit auseinander weichen, dass eine beutelartige Vorwölbung der restlichen Bauchwandschichten, der Bruchsack resultiert. Dessen innere Auskleidung besteht im Regelfall aus gleitendem Bauchfell (Peritoneum) und der inneren Faszie Fascia transversalis, seine äußerste aus Haut. Er beinhaltet einen

Bruchinhalt

Aufgrund entzündlicher Reaktionen kann ein Bruch Bruchwasser enthalten, aber auch temporär leer sein. Häufig aber enthält er einen Zipfel des großen Netzes oder gar eine Dünndarmschlinge. Auch frei bewegliche Organe wie Eierstock, Wandanteile der Harnblase oder des Dickdarms können enthalten sein. Bei einem Zwerchfellbruch ist es häufig der Magen, der durch einen Schlitz in den Brustkorb gleitet.

Auch Organe (Magen, Dickdarm, Blase), die nur teilweise innerhalb der mit Bauchfell ausgekleideten Bauchhöhle gelegen sind, so genannte retro- oder extraperitoneale Organe, können durch eine Bruchpforte gleiten und nehmen dann eine ihnen außen anliegende Bauchfelltasche als Bruchsack mit. Diese Hernien werden Gleitbrüche genannt.

Mangelernährung, Kachexie bei Tumorerkrankung und Aszites bewirken ebenfalls eine Bauchdrucksteigerung und Bauchwandschwächung und begünstigen so die Entstehung von Bauchwandbrüchen, die dann als symptomatische Hernien bezeichnet werden.

Frische Hernien sind meist reponibel (von lat. reponere = wiederherstellen), d. h. durch sanften Druck von außen kann der Inhalt wieder in die Bauchhöhle zurückgeführt werden. Dieses Manöver wird Taxis genannt und kann bei unkritischer Anwendung und fehlender nachfolgender Überwachung Komplikationen verschleiern.



Bruch"zufälle"
In der klassischen deutschen chirurgischen Literatur wurden so die Komplikationen bei Eingeweidebrüchen bezeichnet.

Einige Hernien sind durch entzündliche Verwachsungen irreponibel, d.h. nicht mehr reponibel und können intermittierend Schmerzen verursachen.

Anstauung von Darminhalt in den ausgetretenen Darmschlingen bewirkt eine kotige Einklemmung mit folgender Darmwandschädigung. Noch gefürchteter aber ist das Abklemmen der Blutversorgung der Darmschlingen, Inkarzeration genannt.

Die letzten beiden Komplikationen sind hochschmerzhaft und bedürfen einer operativen Therapie innerhalb von 6 Stunden.

Therapieoptionen
Historisch ist die Behandlung der Leistenhernie mit einem Bruchband. Aber da nur eine Operation einen bleibenden Erfolg sichert, ist sie heute die Regel. Für die chirurgische Versorgung stehen verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung. Wegen der Gefahr einer lebensbedrohenden Inkarzeration (s.o.) besteht besonders bei kleinen Brüchen eine Indikation zur frühzeitigen Bruchoperation. Eine bekannte Op-Methode ist die nach Shouldice. Hierbei wird die Fascia transversalis (auch unter örtlicher Betäubung möglich) "gedoppelt" und erhält so mehr Stabilität.

Symptome
Eine Hernie kann je nach Lokalisation durch eine Schwellung auffallen oder unbemerkt bleiben. Dabei können auch Schmerzen auftreten. Bei äußeren Hernien kann ein erhöhter intraabdomineller Druck, z. B. durch Husten oder Bauchpresse, die Hernie hervortreten lassen

Hernien-Arten
Es werden nach dem Ort ihres Auftretens innere und äußere Hernien unterschieden. Ist die Hernie von außen zu erkennen, oder führt die Bruchpforte vom Körperinneren in Richtung Haut, spricht man von einer äußeren Hernie. Liegt die Hernie innerhalb des Rumpfes (z. B. vom Bauch in den Brustkorb gerichtet), dann ist sie ohne Hilfsmittel nicht zu entdecken. Man spricht dann von einer inneren Hernie.

Äußere Hernien
Leistenhernie

Die Leistenhernie (lat. Hernia inguinalis} ist die häufigste Form der Hernie (80 %). Sie treten über dem Leistenband an einer anatomisch vorgegeben Stelle, dem äußeren Leistenring in Erscheinung. Man unterscheidet die

direkten Leistenhernie

(lat. Hernia inguinalis directa aut medialis). Hier tritt der Bruch durch eine Schwachstelle der inneren Bauchwandschicht, der Fossa inguinalis medialis, die sich auf den äußeren Leistenring projiziert, aus. Diese Bruchform, wie auch die folgende, tritt äußerlich am äußeren Leistenring (Anulus inguinalis superficialis) aus. Aber da keine begünstigende embryonale Struktur als Leitschiene existiert, ist diese Form nur selten angeboren.

indirekte Leistenhernie

(lat. Hernia inguinalis indirecta aut lateralis). Sie tritt am inneren Leistenring in die Bauchwand ein, verläuft beim Mann im Samenstrang und begleitet den Samenleiter und tritt ebenso wie der vorhergenannte Bruch am äußeren Leistenring an die Körperoberfläche. Bei der Frau verläuft im Leistenkanal nur das Mutterband. Da dieses niemals eine solche Dimensionen wie der Samenstrang aufweist, ist die laterale Leistenhernie beim weiblichen Geschlecht selten, aber auch die mediale Form kommt bei der Frau nicht häufig vor.

Schenkelhernie

Schenkelhernien kommen bei älteren Frauen häufiger vor. Sie machen 95 % der Hernien bei Frauen aus. Sie kommen nach einer Leistenhernien-Operation nach Shouldice oder Bassini natürlich auch bei Männern vor (2-3 %). Die Schenkelhernie tritt unterhalb des Leistenbandes durch die Lacuna vasorum aus. Die Schenkelhernien sind schmerzhafter als die Leistenhernien und klemmen häufig ein. Schenkelhernien sind im Allgemeinen nicht reponibel. In ihnen ist oft nur das Omentum majus und nicht der Darm eingeklemmt. Aber auch mobile Eierstöcke kommen vor. Bei jeder unterhalb des Leistenbandes tastbaren Schwellung sollte eine Schenkelhernie ausgeschlossen werden.

Als Differentialdiagnose kommen geschwollene Lymphknoten in Frage.


Nabelschnurbruch
Bei einer Omphalocele ist durch eine Bauchwandfehlbildung die Nabelschnur sackartig aufgebläht und Bauchorgane treten durch den Nabel hervor.

Nabelbruch
Ein großer Nabelbruch (hernia umbilicalis)Nabelhernien (lat. Hernia umbilicalis et paraumbilicalis) treten häufig direkt nach der Geburt im Säuglingsalter auf. Ursache ist die noch nicht vollends ausgebildete Bauchwand im Bereich des Bauchnabels. Diese Säuglingsnabelbrüche haben in der Regel keine Einklemmungstendenz und werden daher mit Bandagierung behandelt. In seltenen Fällen, wenn z. B. durch starkes Schreien des Säuglings die Hernie nicht sofort in die Bauchhöhle zurück gleiten will, kann der Arzt Beruhigungsmittel verabreichen und damit durch die Entspannung des Kindes ein Zurückgleiten des Bruches (Reposition) erreichen.

Beim Erwachsenen sind relativ häufig Nabelhernien zu beobachten. Oft haben die Betroffenen keine subjektiven Beschwerden und haben sich auch mit dem vorgewölbten Aussehen des Nabels arrangiert. Bei Nabelbrüchen mit kleiner Bruchpforte kann eine Einklemmung von Bauchorganen auftreten und erhebliche Beschwerden verursachen. Am häufigsten wird das große Netz vorgefunden. Besonders bei kleinen Hernien ist Inkarzeration (s. o.) gefürchtet.

Zur chirurgischen Versorgung von Nabelhernien existieren viele Techniken. Die Auswahl der „richtigen“ OP-Technik ist von der Größe der Hernie, der Aktivität des Patienten, dem allgemeinen Gesundheitszustand u. a. abhängig.

Hernia obturatoria
Eine Hernia obturatoria verläuft durch das Foramen obturatorum (Hüftbeinloch), eine mit Bindegewebe verschlossene Durchtrittsstelle zwischen Becken und Oberschenkel. Diese Form der Hernie ist sehr selten und wird, da äußerlich nicht sichtbar, erst durch den Darmverschluss bei Einklemmung erkannt.

Epigastrische Hernie
Ein meist schmerzhafter Tastbefund in der Linea alba zwischen Xiphoid und Nabel. Der Tastbefund imponiert als schmerzhafte Fettgeschwulst”. (Epi=Vor, gastrisch=Magen)


Spieghel'sche Hernie
Hier handelt es sich um eine Hernie, die sich im Bereich des hinteren Blattes der Rectusscheide (Linea semilunaris) in die Bauchdecke hinein erstreckt. Auch sie ist selten und wird oft verkannt.

Narbenhernie
Bei der Narbenhernie (lat. Hernia cicatrica) bildet eine allschichtige Bauchwandnarbe durch ihre fehlenden Elastizität die Bruchpforte. Solche Narben sind nahezu ausschließlich Folgen früherer Laparotomien. Aufgrund von Verwachsungen ist die Präparation anspruchsvoll und der Langzeiterfolg einer Operation keineswegs sicher. Dennoch ist eine Operation immer anzustreben, da eine Größenzunahme der Hernie mit der Zeit die Chance einer Heilung immer weiter verschlechtert.

Fasziendopplungen nach Mayo oder eine Stoß-an-Stoß-Naht waren eine rezidivbehaftete Standardtherapie. Derzeit werden Kunststoffnetze zur Verstärkung eingesetzt, wobei häufig die Methoden nach der Lage des Netzes zu den tragenden Bauchwandschichten, zumeist englisch, benannt werden (Sublay-, Inlay-, Onlay-Plastik).


Rectusdiastase nennt man das Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskulatur (lat. Musculus rectus abdominis). Eine Operationsindikation besteht nur bei Beschwerden. Sie ist kein Bruch im klassischen Sinn.



Operationsverfahren
„Offene“ Operation mittels Bauchschnitt
Der Bruchsack wird über einen Schnitt freigelegt und bis auf Ausnahmen eröffnet. Der Inhalt wird in die Bauchhöhle zurück verlagert, der Bruchsack bis zum Hals präpariert, gekürzt und verschlossen. Danach erfolgt der Verschluss der Bruchpforte durch:

Direkte Naht
Dieser Verschluss ist oft nur bei sehr kleinen Brüchen möglich
Fasziendopplung
Die Ränder derber Bauchwandschichten (Faszie) werden gedoppelt (s.o. Mayo-Op.), also überlappend vernäht, um eine größere Stabilität zu erreichen.

Dieses Prinzip verfolgt beim Leistenbruch auch die Operation nach Shouldice. Nach Reposition des Bruchsacks wird die Fascia transversalis überlappend vernäht. Die Rezidivrate ist mit 1 % als relativ gering einzustufen.

Stabilisierung des Bruchpfortenverschlusses durch Plastik
Bei größeren Brüchen verfestigt man die Naht durch Aufsteppen körpereigenen Gewebes (selten) oder mit Kunststoffnetzen. Es kommen sowohl nichtresorbierbare als auch resorbierbare, neuerdings sogar spezielle Hybridmaterialien zur Anwendung.

Die einzelnen Methoden unterscheiden sich auch darin, in welcher Schicht der Bauchwand das Netz eingepflanzt wird. So wird gerne bei der Leistenhernie die Methode nach Lichtenstein angewandt. Ein nicht resorbierbares Kunststoffnetz wird nach Reposition des Bruchsacks vor (auf) der Fascia transversalis fixiert. Die Rezidivrate ist ausgesprochen gering.


„Geschlossene“ Operation mittels Bauchspiegelung
Dieser Zugang durch die Bauchdecke hat sich auch in der Hernienchirurgie zunehmend etabliert. Zwar haben sich dadurch die Prinzipien der Operation nicht verändert, aber eine Bevorzugung der Netzeinlage zuungunsten der Fasziendopplung oder anderer Nahttechniken ist unverkennbar und methodisch begründet.

Nachsorge [Bearbeiten]Die Ausheilung zu einer festen Narbe nimmt bis zu 3 Monate in Anspruch. Zug- und Druckbelastungen, die z. B. beim Heben schwerer Gegenstände, heftigem Husten oder durch abrupte Bewegungen entstehen, sollten möglichst vermieden werden. Je nach Größe des Bruches, sollten diese Belastungen bis zu 2 Jahren vermieden werden um den Behandlungserfolg zu sichern. Eventuelles Übergewicht sollte möglichst abgebaut werden.
Wikipedia
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Inhaltsverzeichnis

1 Anatomie
2 Symptome und ihre Ursachen
3 Behandlung
3.1 Offene Verfahren
3.2 Minimalinvasive Verfahren
3.3 Vor- und Nachteile der Verfahren
4 Weblinks
5 Quellen


Peritoneum
innere Rumpffaszie
Muskeln
äußere Rumpffaszie
Unterhautfettgewebe
Haut


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Der Leistenbruch
Muskeln, Sehnen und Bindegewebe bilden die feste äußere Hülle der Körperhöhlen, wie zum Beispiel des Bauchraums. Kommt es an dieser Hülle zu Schwachstellen, entstehen Lücken - so genannte Brüche (Hernien).
Leistenbrüche sind mit 75 Prozent die häufigste Bruchform. Hat sich eine Lücke in der Bauchdecke gebildet, können bei erhöhtem Druck innere Organe, wie etwa Darmschlingen, aus der Bauchhöhle durch den Bruch nach außen gepresst werden. Der Betroffene kann diesen "gefüllten" Bruchsack je nach Ausprägung dann in der Leistenregion unter der Haut als Vorwölbung ertasten. Solange sich dieser wieder zurückschieben lässt, ist der Leistenbruch unkompliziert. Leistenbrüche können angeboren (Indirekter Leistenbruch) oder erworben (Direkter Leistenbruch) sein und betreffen alle Altersgruppen.

In Kooperation mit dem
Ambulanten OperationsZentrum Düsseldorf
und der
TKK Techniker Krankenkasse

Techniker Krankenkasse
Der Leistenbruch
Indirekter Leistenbruch
Direkter Leistenbruch
Nach der Operation
Schnelle Heilung


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